Mascots II / Sie kommen nicht zur Ruhe
Was passiert mit einem Maskottchen, wenn es nicht mehr gebraucht wird? Wahrscheinlich kommt es in einen Keller. Aber nicht jedes. Manche spielen Theater und denken auf der Bühne über die grossen Fragen des Lebens nach: Über Freiheit und Niedlichkeit.
In „Mascots“ hat sich Schauplatz International zum ersten Mal mit Maskottchen zusammen getan. Die Gruppe erkannte sich in diesen seltsamen Wesen wieder, denn sie war selbst zu einer Art Maskottchen der Unterhaltungsindustrie geworden, dem das Etikett „politisch“ und anhaftete. Daraus wollte man sich befreien und sehnte sich doch nach der Eindeutigkeit, die Maskottchen ausstrahlten, der Einheit von Leben und Kunst. Aber prompt landete man in der Falle des „Authentizitätskapitalismus“ (Diederich Diederichsen): „Mascots“ wurde ein grosser Erfolg und durch das Festival Impulse zu einer der „zehn wichtigsten Inszenierungen der freien Szene im deutschsprachigen Raum“ gekürt. Aber die Maskottchen wurden trotzdem nicht glücklich. Darum musste es einen zweiten Teil geben: „Mascots II / Sie kommen nicht zur Ruhe“.
Wieder geht es um die Frage, ob Maskottchen, die uns Menschen so ähnlich sind, frei sein können. Und sie meinen es wirklich ernst. Die Freiheit der Kunst ist ihnen nicht genug. Sie wollen wirkliche Freiheit, das wirkliche Leben. Sie wollen nicht mehr die Sklaven der ewig guten Laune und der kapitalistischen Gefühlsverwertung sein. Das bedeutet natürlich nichts anderes, als eine richtige Revolution.
Aber wie macht man als Maskottchen Revolution? Das ist schwierig, wenn man sonst nur Faxen machen kann. Und wer sind die Verbündeten? Maskottchen sind nicht nur fast wie Menschen, sie sind auch fast wie Dinge. Führt der Weg der Freiheit hin zu den Dingen, den Objekten, den Waren? Müssen wir in einer materialistischen Welt zuerst die Dinge befreien, um uns selber befreien zu können? In „Mascots II“ werden die Maskottchen eine Antwort darauf finden, denn sie sind nicht nur wahnsinnig lustig, sie werden auch immer schlauer.
Von und mit Schauplatz International und Mascots Liberation Army: Martin Bieri, Mathias Bremgartner, Anna-Lisa Ellend, Katja Grawinkel, Martin Kaufmann, Sarah Keusch, Albert Liebl, Andrea Mörgeli, Lisa Ramstein, Max Stelzl, Lars Studer.
Fotos: Alexander Jaquemet, Grafik: Rikken Enterprises, Dokumentation: Corina Schwingruber
Eine Ko-Produktion mit dem Schlachthaus Theater Bern und der Kaserne Basel
Unterstützt durch: Pro Helvetia, Migros Kulturprozent, Kanton Bern, Stadt Bern, Kanton Zug, Stadt Zug, Ernst Göhner Stiftung, Burgergemeinde Bern
Mit bestem Dank an: Stefanie Ludwig (www.kostuemwerkstatt.com), Claudia Eidel (www.huepfkissen.ch), Neuronics (www.neuronics.ch), Roomba (www.roomba.ch)
Geldgeber:
Schauplatz International arbeitet mit der Zweijahressubvention der Stadt Bern
und ist Partner der Fondation Nestlé pour l'Art
Produktionsbeitrag: swisslos/ Kultur Kanton Bern, Stadt Biel/ Ville de Bienne, Migros Kulturprozent
Koproduktion: Schlachthaus Theater Bern und Kaserne Basel
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4 Interviews
Adrian Riklin von der Schweizer Wochenzeitung WOZ interviewt Schauplatz International für vier Ausgaben:
Und Trix und Flix?
Interview 1
WOZ
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Verzauberte Menschen
Interview 2
WOZ
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Scheinbefreit?
Interview 3
WOZ
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Ferien für immer?
Interview 4
WOZ
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Film zum Stück
youtube-links:
http://www.youtube.com/watch?v=TYYLnUOyNs4
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Fotos zum Stück





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(©Alexander Jaquemet)
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