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INDEX:

M*A*S*C*O*T*S
Cast, Orte und Geldgeber
Filme zum Stück
Fotos zum Stück

Presse



M*A*S*C*O*T*S

Als es mal nicht so gut lief, finanziell, war ich, wie wohl viele Kollegen, gezwungen als Maskottchen zu arbeiten. Für mich eine absolut befreiende Aufgabe im Nachhinein. Ich fühlte mich vollkommen frei. Und trotzdem schien alles klar. Dieser Schritt zurück, kam mir sehr entgegen.
So arbeitete ich für Schweizer Fleisch, und für Bibliotheken. Ich trug die Rolle auf mir und nicht in mir. In dieser Zeit wurde ich übrigens auch häufig angefragt den Weihnachtsmann zu geben. Eine ähnliche Erfahrung, obwohl der Weihnachtsmann wohl kaum als Maskottchen zu bezeichnen ist, oder? Als Maskottchenträger muss man immer daran denken, dass das Maskottchen die Leute gegenüber ansieht. Die Augen des Maskottchens und die Sehschlitze des Trägers sind aber selten am selben Ort. Meistens muss man dessen Schuhe ansehen, wenn man sein Gegenüber „ansehen“ will . Mittlerweile habe ich sogar schon für einen bildenden Künstler, Hinrich Sachs, als Maskottchenträger gearbeitet. Ich bin also aufgestiegen zum Kunstmaskottchenträger, war sogar schon in Rom.
Und nun bemerke ich, dass wir, also als Gruppe, auch zu einer Art Maskottchen geworden sind. Wir stehen für eine Art Theater zu machen, wir verkörpern sie sozusagen. Unsere Art, unser Privates mit der Fiktion zu vermischen und umgekehrt, hat dazu geführt. Dann wurden wir durch die Vermischung von Arbeit und Privatem die ursprünglich als Befreiung gedacht war, auch zu einem neoliberalen Vorzeigemodell. Im totalen Markt. Wir wurden plötzlich zum iPod unserer Zuschauer . Wir sind zu Maskottchen unserer selbst geworden und verkörpern unsere Ware. Winken und feiern bei Anlässen. Nur ohne schützendes Kostüm. Wir galten als diskursiv, investigativ, dokumentarisch und radikal dekonstruktiv. Wir sind schon so dekonstruiert, dass wir gar nicht mehr ernsthaft so tun können als ob. Alles wirft immer Fragen auf und am Schluss... Die Maskottchen sind das pure Gegenteil. Ihre Aussage ist völlig klar und verständlich, sie gehören einer mythischen Welt voller Magie an und sind immer fröhlich bejaend.
Ich glaube, nun ist der Moment gekommen, ein echtes Maskottchen zu werden, um mich, uns zu befreien.
Ich hoffe, dass ich durch mein Maskottchen wieder zu dem werde, der ich war.
Gleichzeitig wird es dem Maskottchen möglich sein, Sachen zu spielen, die vielleicht mir nicht möglich waren. Einfach nur gutes, schönes, einfühlsames Theater, Emotionen. Mir würde man das nicht glauben, und ich mir selber auch nicht, aber vielleicht glaubt man dem Maskottchen. Lasst uns auch andere Maskottchen befreien! Lassen wir sie spielen, was sie wollen und nicht was sie verkörpern. Befreien wir die Träger, lassen wir sie spielen was sie wollen, machen wir sie zu Helden ! Und werden wir, die Künstler, zu Maskottchen!
Lernen wir von den Maskottchen, sie die immer hinter ihrer Rolle zurückstehen ! Holen wir all die abgespielten Maskottchen aus ihren Kellern, und lassen wir sie würdevoll abtreten. Befreien wir uns, werden wir zu Maskottchen! Befreien wir alle Maskottchen, geben wir ihnen ihre Seele zurück! Und helfen wir uns damit selber!
Mascots are Alive!

  • integraler Text mit allen Fussnoten
    >PDF

     

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    Cast, Orte, Geldgeber

     

    Leitung: Ellend/Liebl/Studer

    Dramaturgie: Martin Bieri

    Mit:

    SI, Trix und Flix*, Goleo**, Lilli**, Carnelli*, Pieps und Nikki, Züspa Leu* Globi* Obi Biber* Zottel* Cooly* Smoony Euromaus*, Paula Ente*, Herthinho*, SWR Elch*, Bully und Bully Bambini*
    *angefragt **verschollen

    Grafik: www.rikken.ch
    Foto: FFF Fotografie Franziska Frutiger
    Technik: George Steinmann




    Orte:

     

    2./3./4. Oktober 2008_20:30 Uhr

    Schlachthaus Bern

    Rathausgasse 20-22

    Reservation: 031 312 60 60 oder www.schlachthaus.ch

     

    22./23. Oktober 2008_20:00 Uhr

    Kaserne Basel

    Klybeckstrasse 1

    Reservation: 061 6666000 oder www.starticket.ch



    Geldgeber:


    Schauplatz International arbeitet mit der Zweijahressubvention der Stadt Bern
    und ist Partner der Fondation Nestlé pour l'Art
    Produktionsbeitrag: swisslos/ Kultur Kanton Bern, Stadt Biel/ Ville de Bienne, Migros Kulturprozent
    Koproduktion: Schlachthaus Theater Bern und Kaserne Basel



    Filme zum Stück

     

    youtube-links:
    Interview with a Mascot
    Mascot in a log cabin Part I
    Mascot in a log cabin Part II




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    Fotos zum Stück

    Mascot umarmt

    Mascot h”ngt

    Mascot winkt

    High resolution press images for download (©FFF Fotografie Franziska Frutiger):

    High resolution Mascot_umarmt Mascot_haengt Mascot_winkt

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    Weitere Fotos zum Stück

    Mascot nebeltanz

    Mascot Kiste

    Mascot Model

    Mascot Gedenken

    Mascot intime story lars

    Mascot Klassik hoeren

    Mascot Herbstsonate

    Mascot erschossen

    Mascot kantor

    Mascot umarmt

    (©Alexander Jaquemet)