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Free Keiko (Wiederaufnahme 2011)
Als vor wenigen Wochen der in Gefangenschaft lebende Schwertwal "Tilly" in die Schlagzeilen der Weltpresse geriet, weil er seine Trainerin getötet hatte, war das als käme ein Gespenst der Vergangenheit zurück. Eine Geschichte schien sich zu wiederholen. Ist "Tilly" "Willy"?
Aufgehört hatte die Geschichte eigentlich so: Kurz vor Weihnachten 2003 starb ein Schwertwal namens Keiko in Norwegen. Damit ging eine Passion biblischen Ausmasses zu Ende. Denn Keiko war nicht irgend ein Orca, er war ein Märtyrer der Freiheit gewesen. Keiko war jener Orca, der in den Filmen "Free Willy I -III" Willy spielte. Die Filme erzählten die Geschichte von Willy, einem Schwertwal in Gefangenschaft, der mit Hilfe eines Kindes und eines Indianers die Freiheit gewinnt. Die Geschichte war so rührend, dass nun, in fataler Gleichsetzung von Realität und Fiktion, Millionen von Menschen auf der ganzen Welt die Freilassung von Keiko forderten. Keiko war aber gar nie frei gewesen, er war als Zirkusattraktion zur Welt gekommen und wusste nichts von den Weltmeeren. So startete man ein teures Auswilderungsprogramm, das Keiko in den Gewässern Norwegens zu einem frei lebenden Orca und zur Verkörperung des menschlichen Traums nach paradiesischem Einklang mit der Natur machen sollte. Aber es ging schief. Keiko konnte, wollte nicht frei sein und fristete ein erbärmliches Dasein in einem norwegischen Kleinhafen, gehätschelt von Biologen und fotografiert von Touristen, bis er starb und sie mit ihrem schlechten Gewissen allein liess.
“Der Kampf um Keikos Freiheit ist der Kampf um unsere Freiheit. Er zeigt, wie Menschen Gutes tun können. Es ist der Kampf um eine bessere Welt für alle, die sie mit uns teilen.” Unter diesem Motto stand das Projekt. Es ist offensichtlich: Die Sache hat etwas mit uns Zivilisierten zu tun. Keiko sind wir. Freiheit, Natürlichkeit, Echtheit: All das sind wir nicht. Keiko sollte diese Qualitäten für uns spielen. Was für eine dialektische Tragik, was für eine Vorlage für Theater!
Schauplatz International spielt die Geschichten von Keiko und von Willy nach. Die Gruppe tut das aber nicht allein, sondern mit Hilfe von Menschen, die das Stück zwar nicht kennen, dafür aber natürlicher, echter, freier sind als die SchauspielerInnen. Von diesen werden sie auf der Bühne in das Stück eingewiesen und durch das Stück geführt. "Free Keiko" ist ein Dressur- und Manipulationsmodell, Reflexion über das Verhältnis von Natur und Kultur, Zivilisation und Wildheit, Traum und Wirklichkeit.
Diese Perle des tragischen Theaters nimmt Schauplatz International nun wieder auf und zeigt "Free Keiko" in neuer, noch besserer, noch intelligenterer Form.
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Free Keiko. english version
Keiko is a film star. It is that whale, which in "Free Willy I - III" conquered millions of spectator's hearts. Thereupon one gave it - as in the film - the liberty back and that is what became him the calamity: The wild animal does not want to be in the wild any longer. The shank became its second nature. But exactly like one trained the whale to the actor, is Keiko now to the wild animal back to be trained. Why? Paul G. Irwin, the president of the "Human Society of the United States", that organization, which worries about Keikos fate, explains it to us: "The fight for Keikos liberty is the fight for our liberty. It shows, like humans could do good and underlines our obligation in relation to values such as sympathy, justice, friendliness and respect for the life. It is the fight for a better world for all, which share it with us. That is, which can teach us Keiko." At the end it concerns thus nevertheless us. Keiko became one of us and simultaneously remained that completely different one: nature. That is, what we believe. Anyhow, a few questions emerge there. What means nature? What is naturalness? What is liberty? What is genuine and which artificially? And which is now actually with this whale happened? This wale could not deal with the freedom, the wilderness, it died cause it could not screw back from actor to wild animal.
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Free Keiko: Aufruf
Schauplatz International sucht Gäste, die bei einer Aufführung des Stücks "FREE KEIKO, THE ORCA. DER WAL, DER WILLY SPIELTE. WAS IST ECHT, NATüRLICH, FREI?" mitwirken möchten. Interessieren Sie sich für das Verhältnis von Mensch und Natur, von Kultur und Wildnis? Mögen Sie Tiere oder halten Sie sich für einen besonders natürlichen Menschen? Ist Ihnen Freiheit wichtig? Was ist für Sie das Echte? Dann möchten wir Sie herzlich einladen, bei "FREE KEIKO, THE ORCA. DER WAL, DER WILLY SPIELTE. WAS IST ECHT, NATüRLICH, FREI?" mitzuwirken. Bitte kontaktieren Sie uns unter:
info@schauplatzinternational.net
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Spielorte Free Keiko 2011
Aarau
Tuchlaube Theater Aarau: 6. / 7. Mai 2011, 20.15 U hr
Metzgergasse 18, 5000 Aarau
Reservation und Vorverkauf: www.tuchlaube.ch
oder aarau info, Schlossplatz 1, Aarau, Tel. 062 834 10 34
Bern
Tojo Theater Bern: 23. / 25. / 26. November 2011, 20.30 U hr
Neubrückstrasse 8, 3001 Bern
Reservation: tickets@schauplatzinternational.net
oder Tel. 031 991 99 01
Von und mit: Martin Bieri, Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl,
Lars Studer, Juliane Werner, Matthias Wyder und Gästen
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Technik: Max Stelzl
Produktionsleitung: Mathias Bremgartner
Koproduktion: Podewil Berlin, Schlachthaus Theater Bern,
Tuchlaube Theater Aarau
Unterstützt durch: Kultur Stadt Bern, Amt für Kultur des Kantons
Bern / Swisslos, Migros Kulturprozent, Burgergemeinde Bern
Melodie zum Stück
Theatre Music Schauplatz International
Free Keiko
Music for the play "Free Keiko the Wale, that played Willy..." by Matthias Wyder
Vocals by the actors Liebl, Ellend, Studer, Werner
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Fotos zum Stück
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